Geschichte

Mit dem Steinkohlenbergbau im Rabensteiner Stollen begann Anfang des 18. Jahrhunderts ein außergewöhnliches Kapitel der Harzer Bergbaugeschichte. In der von Erzbergbau geprägten Region zählt dieses Steinkohlenvorkommen bis heute zu einer geologischen Besonderheit. Bis dahin waren es hauptsächlich Erzvorkommen, die mit hohen Silber- und Bleianteilen für eine große wirtschaftliche und politische Bedeutung des Harzer Bergbaus sorgten.

Auch wenn dem Steinkohlenbergbau im Harz eine größere Bedeutung versagt blieb, so dokumentiert gerade dieses lokale Vorkommen eindrucksvoll die Vielfältigkeit der Harzer Bodenschätze.

1737 – 1880
Das Kohlenflöz am Rabenstein wurde im Jahr 1737 erschürft, der Abbau war jedoch von Anfang an mit Problemen behaftet. Besitzstreitigkeiten, geringes Vorkommen sowie schlechte Qualität der Kohle verhinderten einen gewinnbringenden Bergwerksbetrieb.
Dennoch entwickelte sich hauptsächlich für den Eigenbedarf der Bevölkerung ein reger Abbaubetrieb, der mit einigen Unterbrechungen zunächst bis Ende des 19. Jahrhunderts andauerte.

1921 – 1924
Mit umfangreichen Investitionen in neue Technik wurde 1921 der Steinkohlenbergbau wieder aufgenommen, aber bereits nach wenigen Jahren als unrentabel wieder eingestellt.

1946 – 1949
Der letzte Abbau der Steinkohle erfolgte schließlich nach dem 2. Weltkrieg. Die Kohle diente hauptsächlich der regionalen Bevölkerung als notdürftige Brennstoffversorgung.

Heute
Seit 1981 ist der Rabensteiner Stollen als Besucherbergwerk zugänglich. Die letzten Reste des Steinkohlenvorkommens sind noch vorhanden, lohnen aber keinen weiteren Abbau.